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A2 Gotthard-Straßentunnel "Ersatz der Verkehrssteuerungsanlage"
Los A: Verkehrsrechner und Computer
Los B: Verkehrsdatenerfassung

Home > Projekte > A2 Gotthard-Straßentunnel

Projektkonzeption

Der Gotthard Straßentunnel in den Schweizer Hochalpen ist eines der engsten Nadelöhre auf dem Transitweg zwischen Nord- und Südeuropa und einer der längsten Tunnel der Welt (17 km).

Um bessere Sicherheit der Verkehrsströme zu schaffen, werden mit Hilfe eines neuen evolutionären Systems zur Streckenbeeinflussung die Fahrzeuge auf die entsprechenden Spuren für die Einfahrt
in den Tunnel gewiesen, oder die Einfahrt in den Tunnel wird gesperrt, wenn eine Durchfahrt, zum Beispiel unfallbedingt, nicht möglich ist.

Durch gezielte Dosierung der zufließenden Fahrzeuge sorgt das System dafür, dass sich immer nur eine sicherheitsverträgliche Anzahl an Fahrzeugen gleichzeitig im Tunnel befindet.

Ebenso können LKWs mittels dieser so genannten Tropfensteuerung so "vereinzelt" werden, dass sich in der 17 km langen Röhre keine LKW-Kolonnen bilden können: Dies ist besonders wichtig,
um bei einem Brand ein Übergreifen des Feuers zu verhindern. Bei Feuer, bei Überschreitung der zulässigen CO-Konzentration oder bei liegengebliebenen Fahrzeugen werden die notwendigen Signalschaltungen automatisch eingeleitet. Da alle Kommunikationseinrichtungen redundant aufgebaut sind, kann die Anlage selbst bei einem Kabeldefekt oder Geräteausfall noch gesteuert werden.

Ziele sind:
  • Herstellen eines homogenen Verkehrsflusses
  • Warnung vor Rückstau, Feuer und Gefahren
  • Besseres Sicherheitsmanagement der Verkehrsströme und schnelle Tunnelsperrung
  • Bewirtschaftung / Dosierung der Kapazität des Tunnels
  • Exakte Information über Anzahl der Fahrzeuge im jeweiligen Tunnelabschnitt

Anlagencharakteristik / Projektinhalt
  • Unterzentralen-Software (UZ2000)
  • 2 Kopfrechnersysteme mit Web-Server
  • 2 Notbedienrechner mit Touchpanel
  • 11 Gruppenrechner
  • 74 Unterstationen zur Ansteuerung von
    ca. 500 Signalen und Ampeln
  • 47 Erfassungsquerschnitte zur Detektion mit Induktionsschleifen
  • 7 Höhenkontrollen


Detailansicht




Detailansicht
Realisierung

Baubeginn: Januar 2004.
Inbetriebnahme: September 2005.
Das Auftragsvolumen beläuft sich auf ca. 3,3 Millionen €.


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